Sehr geehrter Herr Hupperich,

Ich habe seit etwa 15 Jahren 8-10 Hühner für den Eigenbedarf. Durch die Stallpflicht bedingt, konnte ich unsere Hühner im Winter 2006 auf 2007 nicht im Garten laufen lassen (300m²/8 Hühner). Ich denke jedoch, man sollte gegenüber der "Obrigkeit" mal ungehorsam sein (wenn es irgendwie geht), deshalb habe ich meinen Hühnern im letzten Winter wieder den gewohnten Auslauf gegeben. Das war mein Insekten-und Schneckenschutz für den Garten. Wenn mir eins meiner Hühner vorzeitig stirbt ist das schade, aber bestimmt nicht auf die großzügige Freilandhaltung, sondern auf andere Umstände zurückzuführen. Ein Huhn ist keine Maschine mit Laufzeitgarantie. Gerade die hochgezüchteten Hybriden sind sehr empfindlich (z.B. Riesen-Eier bei möglichst kleinem Huhn). Zur Zeit habe ich nur noch Rassehühner, die alle sehr munter sind und Eier legen, die man mit Appetit ansehen und essen kann (Geschmack wird nur annähernd bei gekauften Bio-Eiern erreicht).

Welche Aufgaben haben unser staatlichen Stellen? Die müssen ihre Nase nicht in alle Dinge stecken. Ich glaube in Regierungskreisen denkt man nur noch daran, wie man sich unbemerkt die eigenen Kassen und Konten füllen kann. Das Gehirn wird nicht mehr zum logischen Denken benutzt und die Funktionen sind bei den Betroffenen nur noch auf Gewinnmaximierung reduziert (schade). Die Mitglieder der zuständigen Stellen leiden allesamt unter einer Vogelgrippe-Phobie und müßten dringend therapiert werden. Oder vielleicht werden die Gehirne dieser Personen wieder klar, wenn es so richtig viele heftige "Einschläge" in Käfighaltungen gibt (natürlich schade um die Tiere, aber Menschen lernen nur durch Verluste schnell).
Viel mehr Bürger sollten von den Fehlentscheidungen erfahren, aber die Presse wird da wohl nicht mitmachen.
Trotzdem wünsche ich Ihnen viele Erfolge bei Ihren Forderungen.
Aus Mühlheim grüßt Sie

Wolf-D. Wildegans

(Mein Name verpflichtet zum freundlichen Umgang mit Tieren)